Die klassische Homöopathie fördert die Selbstheilungskräfte nach dem Prinzip: Similia similibus curentur; Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt.
Es ist die Aufgabe des Therapeuten, anhand der geschilderten Symptome das ähnlichste, passendste Einzelmittel zur Stimulierung der Lebenskraft zu finden.
Dieses, auf Naturgesetzen basierende heilende Wissen, wie es von Samuel Hahnemann, James Tayler Kent, B.K. Bose und bis heute mit Mohinder Singh Jus gelehrt wird (www.shi.ch), unterscheidet sich ebenso deutlich von der Schulmedizin, wie es sich von anderen alternativen Heilkunden abgrenzt.
Homöopathen beschäftigen sich nicht mit Krankheiten, sondern mit kranken Menschen
Deshalb wird ein Husten nicht mit einem "Hustenmittel" behandelt, sondern mit einem Arzneimittel, das alle Symptome abdeckt; ein trockener, bellender Husten, am Abend, wird anders behandelt als ein feuchter, rasselnder Husten mit gelbem Schleim am Morgen.
Noch bedeutender ist der Gemütszustand des Leidenden: Traurig, verzweifelt, hässig, sanft, ruhig, hoffnungslos, einsam, unruhig, voller Ängste, bedrängt, verfolgt.
Bei chronischen Beschwerden wie Rückenschmerzen, Migräne, Magenschmerzen, Rheuma, Herzbeschwerden, Arthrose, Menstruationsbeschwerden, etc. benötigt der Heilungsprozess etwas mehr Zeit als bei einer akuten Schnittverletzung, in der das Mittel sekundenschnell den Blutfluss stoppen kann.
Die klassische Homöopathie hat ganz genau definierte Gesetze, die Samuel Hahnemann 1810 schriftlich im "Organon der Heilkunst" festgehalten hat. Mit 291 Paragraphen (je nach Auflage) hat er den klassisch praktizierenen Homöopathen einen genauen Leitfaden, mit der Aufforderung "Macht's nach, aber macht's genau nach" gegeben. Dieses Werk ist für alle lesenswert, die sich nicht vor langen Sätzen und einem älteren Schreibstil abschrecken lassen.